Beckenbodengesundheit

Der Beckenboden ist eine der am meisten unterschätzten Körperregionen – und eine der wichtigsten. Er trägt Blase, Gebärmutter und Darm, ist an Kontinenz, Sexualität und Haltung beteiligt und verändert sich durch Schwangerschaft, Geburt, hormonelle Veränderungen und Alter. Viele Frauen erleben Beschwerden, wissen aber nicht, was genau dahintersteckt – oder welche Therapie sinnvoll wäre.
Der Beckenboden-Check in unserer Frauenarztpraxis in Leipzig schafft Klarheit.
Beckenboden-Check
Der Beckenboden-Check ist eine strukturierte Erstuntersuchung – für Frauen mit bestehenden Beschwerden ebenso wie zur präventiven Bestandsaufnahme.
Ablauf:
- Fragebogen – strukturierte Erhebung Ihrer Symptome, Krankengeschichte und Alltagsbelastung
- Gynäkologische Untersuchung – klinische Beurteilung des Beckenbodens
- Beckenbodensonographie – Ultraschalluntersuchung der Beckenbodenstrukturen: differenzierte Beurteilung ohne invasive Eingriffe
- Therapieempfehlung – individuell, basierend auf Befund und Ihrer persönlichen Situation
Wann ist ein Beckenboden-Check sinnvoll?
- Ungewollter Harnverlust bei Belastung oder Drang
- Druckgefühl oder Schweregefühl im Becken
- Beschwerden nach Schwangerschaft oder Geburt
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Vorsorglich – besonders in der Perimenopause und Menopause
- Bevor Sie mit einer Beckenbodentherapie beginnen
Therapieoptionen nach dem Check
Je nach Befund empfehlen wir eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen:
BTL EMSELLA®-Therapie
Bei Belastungs- oder Dranginkontinenz und bei Beckenbodenschwäche kann eine Behandlung mit BTL EMSELLA® infrage kommen. Sie sitzen dabei bekleidet auf einem Behandlungsstuhl. Ein elektromagnetisches Feld regt die Beckenbodenmuskulatur zur Kontraktion an, ein Eingriff ist nicht nötig. Ob die Behandlung für Sie geeignet ist und wie sie sich mit Beckenbodentraining oder anderen Therapien verbinden lässt, besprechen wir nach dem Check. Mehr zu Ablauf und Kosten: EMSELLA-Therapie in Leipzig
Physiotherapeutische Begleitung
Gezielte Beckenbodentherapie durch eine spezialisierte Physiotherapeutin – perspektivisch auch als kombiniertes Präventionsprogramm in Kooperation geplant.
Hormonelle Therapie
Bei hormonal bedingter Beckenbodenveränderung – besonders in der Perimenopause und Menopause – kann eine lokale oder systemische Hormontherapie sinnvoll sein. Mehr dazu: Hormonsprechstunde
Weiterführende Diagnostik
Bei komplexen Beschwerden koordinieren wir bei Bedarf eine weiterführende urologische oder proktologische Abklärung.
Häufige Fragen
Der Check eignet sich auch als Bestandsaufnahme ohne Beschwerden, etwa nach einer Geburt oder in den Wechseljahren. Er zeigt den aktuellen Zustand Ihres Beckenbodens. Ob Sie daraus etwas ableiten, zum Beispiel gezieltes Training, entscheiden Sie nach dem Gespräch mit uns.
Ja. Die Beckenbodensonographie ist keine Kassenleistung und geht deutlich über die Standarduntersuchung hinaus. Sie ermöglicht eine differenzierte Beurteilung der Muskulatur, des Bindegewebes und der anatomischen Strukturen im Becken.
Nein. Der Check gibt Ihnen zunächst Klarheit über Ihren Befund. Ob und wann Sie eine Therapie beginnen möchten, entscheiden Sie.